Wozu ist eigentlich dieser Keil da?
11 04 2007Das Frage ich mich bei der gerade stattfindenden Diskussion in der TBZ, bei der mittlerweile bewusst und gezielt ein Keil in die Thüringerbloggosphäre getrieben wird.
Es werden teils aufgrund berechtigter, aber meiner Meinung nach meist vermeintlicher Verstöße gegen eine neu eingeführte Regel Kommentare zu Kontrovers Diskutierten Postings gelöscht.
Diese Regel besagt:
“AB SOFORT WERDEN ALLE KOMMENTARE GELÖSCHT, DIE SICH NICHT AUF DAS THEMA DES BLOGEINTRAGS BEZIEHEN, SONDERN DIE PERSÖNLICHKEIT EINES KOMMENTARAUTORS ZUM GEGENSTAND HABEN!”
Und war schon einmal Resultat einer heftigen Diskussion. Dummerweise finde ich gerade diesen Artikel nicht mehr, wird bei Gelegenheit Nach-Verlinkt.
Das Problem besteht nur darin, das sich jener der sich dieses Mittels bedient in der jetzigen Diskussion genauso mit Schlamm aufwartet und sich aber selbst nur bedingt an seine Regeln zu halten scheint. Das finde ich mehr als nur Schade!!!
Nun ist scheinbar auch der Höhepunkt erreicht in dem einem vormals doch recht aktiven, wenn auch anscheinend nicht minder einfacherem, Kommentator das recht zu eben solchem entzogen wird und (in dem Falle) sie, des Spams bezichtigt und somit aus der TBZ gejagt wird.
(Ohne Sorry) Das geht zu weit, das ist DIKTATORISCHE ZENSUR(!!!!) in einem Community Medium, welches gerade dadurch und davon lebt. So treibt man nur einen Keil zwischen Parteien und das KANN einfach nicht Sinn und Zweck sein!
(Und ich finde es gut das es in meinem eigenen Blog außer von mir von niemanden (o.k. vielleicht böse Hacker) geändert oder gelöscht werden darf.)
Da aber Glücklicherweise demnächst die Wahl zum Chefredakteur wieder ansteht und der jetzige, obgleich wieder kandidierend, zurück tritt, sehe ich die Zeit gekommen, aktiv einzuschreiten und meine Bewerbung zu eben diesem Posten anzumelden.
Ich finde, wie schon im Artikel/Diskussion, zur Qualität der Thüringerblogzentrale, geschrieben, das ich gerade in letzter Zeit erhebliche Zweifel an der Qualität der TBZ habe. Ich glaube das o.g. Beispiel zeigt einmal mehr das dem wohl auch so ist. Das hat personelle Gründe, aber muss auch personelle Veränderungen nach sich ziehen. Ich habe durchaus Hochachtung vor allem was der momentane Chef Redakteur geleistet hat, aber scheint es mir, als ist er zur Zeit überfordert mit der Büchse der Pandora die er selbst geöffnet hat.

















Darf ich Dich also als Kandidaten interviewen?
Sie kandidieren also als neuer Chefredaktuer der TBZ. Dazu wünsche ich Ihnen viel Erfolg.
Wie wird denn die mittelfristige Zukunft der TBZ unter Ihrer Führung aussehen?
Wie werden Sie thüringer Blogger motivieren für die TBZ zu schreiben? Bisher wurden ja die meisten Beiträge von Herrn Sapere Aude geschrieben, wenn dieser sich jetzt etwas gnazig von der TBZ zurückziehen sollte, würde die Postingfrequenz darunter leiden?
Wie wollen Sie in diesem Falle die Qualität der TBZ sicherstellen (wo ja der TBZ erst kürzlich eine abnehmende Qualität nachgesagt wurde)?
Wird es ein internes Forum zum Austragen der Querelen (wie es sie ja erst kürzlich beim Nichtraucherschutz-Posting der TBZ aufkamen) geben? (BTW: Ich hatte ein solches schon von Anfang an vorgeschlagen)
[...] Mit folgendem Blogeintrag. Nachzuelsen auf “Gonzo’s Weblog“: [...]
Hey, danke für Deinen Artikel. Ich durfte mich dort ja nicht mehr äußern. Und meine Kritik genau diesbezüglich, dass das diktatorisch und mißbräuchlich ist, wurde konsequent gelöscht und ich mundtot gemacht. Solltest Du also ernsthaftes Interesse an dem Posten haben, so hoffe ich, dass Du in solch einer Situation der Lage besser Herr werden wirst und bspw. solch eine “Kommentar” genannte Polemik gar nicht erst oder doch zumindest mit weniger ohne-Widerrede-aburteilender Haltung dort schlatest/zulässt. Es ist sicher nicht einfach, sowas zu lenken, aber besagter Mensch hat eindeutig seine Position und Hierarchien mißbraucht. Und das kann es – zumal im Netz – nun wirklich nicht sein.
Genau, das bringt mich zu meiner nächsten Frage an den Kandidaten: Nach welchen Kriterien werden Sie Kommentare löschen – so Sie denn gedenken überhaupt zu diesem Mittel greifen zu müssen?
yeah baby!
ein personalwechsel ist oft gesund. ich bin dafür. viel schlimmer als jetzt kann es nicht werden.
vergiss aber nicht, dass das führen der tbz keine reine contentaufgabe ist, sondern offenkundig auch das management verfeindeter splittergruppen einschließt. politik also.
und schonfrist gibt es nur im richtigen leben.
Strudel: Darf ich Dich also als Kandidaten interviewen?
Gonzo: Natürlich doch, gern
Strudel: Sie kandidieren also als neuer Chefredaktuer der TBZ. Dazu wünsche ich Ihnen viel Erfolg.
Gonzo: Danke, Du kannst mich gern weiterhin Duzen
Strudel: Wie wird denn die mittelfristige Zukunft der TBZ unter Ihrer Führung aussehen?
Gonzo: Ich werde versuchen Teile von Svens Strategie weiterhin verfolgen, natürlich nicht die Teile welche ich anprangere. Die TBZ ist und bleibt eine Mischung aus Metablog und Bürgerjournalismus. Es soll ein Teil der Deutsch-Thüringer Medienlandschaft werden und natürlich sehe ich Sven trotz allem als einen wichtigen Baustein in dieser Vision.
Strudel: Wie werden Sie thüringer Blogger motivieren für die TBZ zu schreiben? Bisher wurden ja die meisten Beiträge von Herrn Sapere Aude geschrieben, wenn dieser sich jetzt etwas gnazig von der TBZ zurückziehen sollte, würde die Postingfrequenz darunter leiden?
Gonzo: Zum ersten Teil der Frage, durch Schokolade
– Im ernst, ich denke die Möglichkeit eigene Artikel zu veröffentlichen ist im Moment aufgrund technischer Gegebenheiten, wie ich annehme, leider etwas eingeschränkt. Ein Weg dazu andere thüringer Blogger zu motivieren wäre die Abschaffung dieser Barriere.
Zudem sollte noch mehr als bisher den thüringer Bloggern deutlich gemacht werden, das dieses Projekt nur mit ihnen und nicht über ihnen bestehen kann. Also ihnen die Entscheidungen oder auch die Arbeit komplett abzunehmen, würde die TBZ, mit verlaub, “nur” zu einem weiteren Blog degradieren. Das kann in keinem Interesse liegen.
Es wäre äußerst Schade, wenn sich Sapere Aude nun auch noch zurückziehen würde und ich glaube das es dadurch dann tatsächlich zu einem einbrechen der Postingfrequenz kommen würde. Das will ich versuchen zu vermeiden, dennoch kann ich das nicht garantieren – das wäre ein falsches versprechen – aber aufgrund meiner bereits o.g. Aussage, hoffe ich er wird sich weiterhin beteiligen.
Strudel: Wie wollen Sie in diesem Falle die Qualität der TBZ sicherstellen (wo ja der TBZ erst kürzlich eine abnehmende Qualität nachgesagt wurde)?
Gonzo: Das mit der Qualität bezog sich zum Großteil auf Artikel bei dem eine Meinung bzw. eine tatsächliche Diskussion dazu vorhersehbar verläuft und bei der man vorher sehen kann das sie über kurz oder lang, zu persönlichen Angriffen und sonstigem Bashing führen wird. Dies mögen einige anders sehen und das ist auch ok so, aber ich denke das ab einem gewissen grad die Diskussion auch für beendet erklärt werden muss und nicht drauf gewartet werden sollte das noch dieser eine wichtige Kommentar kommt. Zumal sich eine Diskussion, auch aus meiner Erfahrung heraus, irgendwann verselbstständigt und ganz andere Themen besprochen werden, was IMHO auch ok ist.
Strudel: Wird es ein internes Forum zum Austragen der Querelen (wie es sie ja erst kürzlich beim Nichtraucherschutz-Posting der TBZ aufkamen) geben? (BTW: Ich hatte ein solches schon von Anfang an vorgeschlagen)
Gonzo: Dazu kann ich im Moment noch nichts konkretes sagen, da mir die Infrastrukur noch zu unbekannt ist. Es wird aber sicherlich eine Diskussion zu Problematischen Themen im Rahmen der entweder Registrierten Nutzer oder der Redakteure geben. Wie genau das allerdings funktionieren wird bleibt noch abzuwarten.
Vielen Dank für das Interview Strudel, eine Veröffentlichen steht, soweit unverfälscht, nichts im wege
[Nachtrag zum Thema Kommentarlöschung]
Gonzo: Es kann und muss natürlich das letzte Mittel bleiben. In einem (mir immer noch abhanden gekommenen) Artikel der TBZ wurde diese Maßnahme tatsächlich zu recht und als letztes Mittel eingeführt. Das ist und bleibt legitim, allerdings muss man sehr sehr vorsichtig damit umgehen.