Also an sich finde ich es ja “Make Poverty history” eine gute initiative (http://www.makepovertyhistory.org) und kann es eigentlich auch gut heissen. Leider liegt mein Problem darin das es mal wieder absolut an den eigentlichen Problemen vorbei geht.
Die Sache ist doch die, man braucht in Europa (wahrscheinlich auch Nordamerika) nur sagen man will was fuer die armen (Kinder) in Afrika tun und schon sind alle Leute bereit Geld zu spenden. Das Dumme ist nur, das damit die Hand-aufhalte Mentalitaet nicht beseitigt wird. Es wird immer von Schuldenerlassen und solchen Dingen geredet, aber wem erlaesst man denn die Schulden? Natuerlich nicht dem Armen im Township sondern den Korrupten Regierungen. Mit anderen Worten, der “kleine Mann von der Strasse” hat doch rein garnichts von dieser “grossen” Geste.
Meines Erachtens liegt das Problem hier eher in der Befaehigung zur Selbsthilfe. Damit meine ich Foerderung der Bildung und Foerderung durch konkrete Technik Spenden (aber nicht unser Schrott). Es bringt, ausser den Regierungen und einzelnen, garnichts enorm viel Geld nach Afrika zu senden, die Menschen muessen lernen Selbststaendig zu werden und zur Not, wenn es gar nicht geht, eben auch mal ohne diese Hilfe auskommen. Dies birgt natuerlich die Gefahr fuer die westlichen Nationen und den Kapitalismus als nicht mehr so attraktiv zu gelten, aber wenn man “Wirklich” will das Afrika mal auf eigenen Beinen stehen kann, muss man aus meiner Perspektive diesen Schritt gehen.
Speziell hier in Afrika ist es sehr gut zu beobachten, ein Fass ohne Boden, und das seit Jahrzehnten.
Dies wird sicher fuer alle Beteiligten nicht leicht, aber niemand hat behauptet das es leicht werden wird und schon gar nicht fuer die Armen der Armen. Ausserdem sollte man nicht vergessen das es in Europa auch Armut gibt und man muss nicht immer gleich das wirklich schreckliche Bild des verhungerten Kindes in Afrika herausholen um Armut darzustellen. Lieber sollte man anfangen vor der eigenen Haustuer zu kehren und und zu schauen wo man etwas machen kann, in dem zusammenhang waere die Deutsche “Tafel” Initiative zu erwaehnen.
Ach ja, Armut ist im uebrigen keine Sache die man Zwangslaeufig sieht (o.g. Bild), Armut zeichnet sich auch durch intellektuelle Armut aus, siehe das Fernsehprogramm. Das wollte ich nur mal los werden, damit jeder der sich solchen oder aehnlichen Initiativen anschliesst und Werbung dafuer macht, auch mal darueber nachdenkt was der Langzeiteffekt und die Langzeit folgen dieser Dinge ist / sein wird.
Und noch eins, ohne jetzt zu Deutsch zentriert sein zu wollen, Deutschland (und Europa) hat es geschafft nach dem 2. Weltkrieg wieder zu einer der groessten Wirtschaftsmaechte der Welt zu werden und dies trotz groesster Zerstoerungen…Welches Land in Afrika hat dies erreicht? Und warum haben sie es (nicht) erreicht?
Lasse mich gern eines besseren belehren, aber bei “Make Poverty history” mache ich nicht mit, aus o.g. Gruenden!
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